Dollaro
1. Dezember 2011:
Dienstag war ich Refsvindinge Brauhaus besuchen, weil ich einen
Adventskalender haben wollte. Das hat nicht so viel mit der Sache zu
tun. Das erzähle ich eigentlich nur um dich neidisch zu machen ;o)
Es gab aber auch einen anderen Grund warum ich da war, der tatsächlich
eine Dollaro-Beziehung hat.
Das kleine Fräulein ist in optisch sehr gutem Zustand, es gibt also
nicht vieles, das Aufbereitung verlangt, aber ein bisschen
Extra-Ausstattung kann man ja immer ranmachen. Deshalb muss sie
selbstverständlich "danish style gepimpt" werden. In Dänemark ist die
obligatorische Ausstattung eines Mofas dieser Art eine Milchkiste
(jeder zweite Puch Maxi hat so eine). Damit sie sich von der Menge
nicht zu sehr scheidet, muss sie selbstverständlich auch hinten eine
Kiste hinten haben! - Aaaaber wie immer, kann ich ja nicht irgendeine
gewöhnliche Kiste von einer x-beliebigen Molkerei nehmen. Deshalb habe
ich eine selbst gebastellt.

Ich
hatte mehrere Ideen, wie sie aussehen musste: Eine genaue Kopie von
einer alten italienischen Milchkiste (und es wurde viel gegoogelt!);
über eine dänishe Limonadenkiste mit der Aufschrift "Messina" (war eine
sehr beliebte Limo in den 70'er), bis zu dem, was es jetzt geworden
ist. Es wurde, selbstverständlich, kann man fast sagen, eine Kiste mit
Aufdruck von meiner Lieblingsbrauerei Refsvindinge! Die Brauerei hat
eine kleine Bierkiste in unbehandeltem Holz, und genau eine Kiste in
unbehandeltem Holz war so mein Vorstellungsbild, es passt also nahezu
perfekt. Gleichzeitig passt die Farbe des Etiketts von meinem
Lieblingbier Ale no 16 zur Farbe der Dollaro. Die Wahl wurde deshalb
nach und nach einfacher.
Die Kiste ist also eine Kopie davon, nur doppelt so gross, damit 24
Bierflaschen reinpassen.
Das Holz hat
Nils geliefert. Er ist
Zimmerer und hatte ein bisschen Mahagoni rumliegen, das er gerne für
die Sache opfern wollte. Also nochmal kann ich einen Morinista für
seine Hilfe danken.
Wie geschrieben ist die Kiste mit dem Logo der Brauerei geschmückt, und
das war der andere Grund warum ich in Refsvindinge war. Ich brauchte
nämlich deren Brenneisen um das logo einzuprägen. Die Tochter, die
viele von den Etiketten der Brauerei gestaltet hat, hat sich der
Aufgabe angenommen - mit zitternder Hand. Sie hatte ein bisschen Angst
die Kiste zu ruinieren, aber es ist so geworden wie ich mir vorgestellt
habe; nicht "maschinenperfekt" - damit man sehen kann, dass es von Hand
gemacht wurde!: